17.02.2026
16,1% der Bevölkerung in Deutschland sind armutsgefährdet
Laut akueller Meldung des Statistischen Bundesamtes vom 03.02.2026 galten im Jahr 2025 13,3 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Das sind 16,1 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil ist damit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen - 2024 lag er bei 15,5 Prozent. Die Statistiker werteten für die neuen Zahlen den Mikrozensus aus. Dafür wurden nach Angaben des Bundesamts 47.444 Haushalte und 81.255 Menschen ab 16 Jahren zu Einkommen und Lebensbedingungen befragt.
Armut wird in der Statistik im Vergleich zum Wohlstand der gesamten Bevölkerung gemessen. Als armutsgefährdet gilt nach Definition der Europäischen Union eine Person, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung hat. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze bei netto 1.446 Euro im Monat (2024: 1.381 Euro). Für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag sie bei 3.036 Euro (2024: 2.900). Grundlage ist das Jahreseinkommen.
Unter Bezugnahme auf diese aktuellen Zahlen fordert das Deutsche Kinderhilfswerk von Bund, Ländern und Kommunen konkrete sozialpolitische Schritte, um die Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll zu bekämpfen. Dies könne nur gelingen, indem Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, um die Kinderarmut in Deutschland erheblich zu reduzieren und die soziale Infrastruktur massiv zu stärken.
Thema: Informationen Gesundheit Selbsthilfe | 17.02.2026 |
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