Gesundheit
Den Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums wir und bvkm zum Anlass, pflegende Eltern erneut dazu aufzurufen, sich an der Musterbrief-Aktion des bvkm zu beteiligen. Mit Hilfe dieses Schreibens können Betroffene den Abgeordneten ihres Wahlkreises klarmachen: Das PNOG ist eine massive Zumutung für pflegende Eltern. Ein Kurswechsel bei der Pflegereform ist dringend erforderlich!
https://bvkm.de/ratgeber/pflegereform/
Ein Artikel in der Apothekenumschau wird empfohlen: er beschreibt die Situation für Menschen mit Behinderungen sowohl aus Sicht von Betroffenen als auch Medizinern eindringlich mit Blick auf unser Gesundheitssystem. In Deutschland sind wir trotz Ratifizierung der UN-BRK im März 2009 noch weit entfernt von einem inklusiven, barrierefreien und diversen Gesundheitswesen.
https://akds.info/bfGesundheitssystem
„Die im Deutschen Behindertenrat (DBR) zusammengeschlossenen Verbände verfolgen die aktuellen Diskussionen über geplante Einsparungen in der Eingliederungshilfe mit großer Sorge und Bestürzung. Die Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe vom 12.06.2026 sowie das Beschlusspapier von Bund und Ländern vom 25.06.2026 weisen aus unserer Sicht in die falsche Richtung.“ Diese Worte leiten den offenen Brief des DBR ein, der bereits an die relevanten politischen Akteure versendet wurde. Den gesamten Text des Offenen Briefes können Sie hier abrufen.
Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung: „Bleiben statt wechseln – Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten“ am 21.09.2026 von 14:15 bis 15:15 Uhr im Livestream.
Nähere Informationen
Das Recht auf Elternschaft gilt für alle Menschen. Eltern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen haben dabei Anspruch auf Leistungen der unterstützten Elternschaft, von der einfachen Elternassistenz bis zur begleiteten Elternschaft. Die rechtliche und praktische Ausgestaltung dieser Leistungen erweist sich jedoch häufig als herausfordernd. Insbesondere an der Schnittstelle von Eingliederungshilfe (SGB IX) und Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) gestaltet sich die trägerübergreifende Zusammenarbeit häufig als voraussetzungsvoll. Zugleich ist die unterstützte Elternschaft noch immer stigmatisiert, zu wenig bekannt und es fehlt vielerorts an Angeboten und qualifizierten Fachkräften. Dabei sind Formen der Unterstützten Elternschaft wertvolle Instrumente auf dem Weg, Familie selbstbestimmt zu leben.
Häufigere und länger anhaltende Hitzeperioden sind längst kein Randthema mehr, sondern eine reale Gesundheitsgefahr für Beschäftigte, insbesondere bei Arbeitsplätzen im Freien, wie z. B. im Bauhandwerk, der Landwirtschaft, dem Straßenbau oder in Bäderbetrieben. Aber auch Beschäftigte in Innenräumen sind betroffen. Bei körperlich anstrengender Arbeit, bei der ggf. zusätzlich Arbeitsschutzkleidung getragen oder auf heißen Oberflächen wie Dächern gearbeitet werden muss, nehmen diese Belastungen zu. Über die betriebliche Ebene hinaus wirkt Hitze auch systemisch: Rettungsdienste geraten an Hitzetagen durch gehäufte hitzebedingte Notfälle an Kapazitätsgrenzen, während Verkehrs-, Energie- und Gebäudeinfrastruktur Schäden davonträgt – Effekte, die betriebliche Abläufe zusätzlich beeinträchtigen können.
In der Union regt sich Widerstand gegen die geplanten Sozialreformen. In einer heute gemeinsam verabschiedeten Erklärung forderten die Regierungschefs der CDU-geführten Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Bundesregierung auf, „die Lebenswirklichkeit und die Lebensleistung der Menschen im Osten stärker zu berücksichtigen“. Für die Pflege gelte es, einen Weg zu finden, wie sie in Zukunft auch bezahlbar bleibe. „Der vorliegende Referentenentwurf sieht vor, die Entlastungszuschläge zu strecken. Er erhöht die Eigenanteile damit genau dort am stärksten, wo die Einkommen am niedrigsten sind“, kritisierten die Ministerpräsidenten. „Diesem Weg werden wir nicht zustimmen.“
AOK-Navigator schafft Transparenz bei Leistungsgruppen
Als erstes Krankenhaus-Suchportal in Deutschland zeigt der AOK-Gesundheitsnavigator, welche Leistungsgruppen den Kliniken in Nordrhein-Westfalen zugewiesen worden sind. Diese legen fest, welche Häuser bestimmte Operationen und Behandlungen nach der Krankenhausplanung des Landes anbieten dürfen. „Die Anzeige der zugewiesenen Leistungsgruppen kann Patientinnen und Patienten vor einer planbaren Operation und einweisende Ärztinnen und Ärzte bei der Wahl der passenden Klinik unterstützen“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. NRW gilt mit seinem Modell als Blaupause für die Krankenhausreform.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums verbindet die Interessenvertretung chronisch kranker und behinderter Menschen die Erwartung, dass die dringend notwendigen Strukturreformen im Gesundheitswesen angegangen werden. Dabei müssen die Patient*innen und ihre konkreten Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
In Deutschland lebten Ende vergangenen Jahres 7,8 Millionen Menschen oder 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung mit einer schweren Behinderung. Krankheiten sind laut Statistischem Bundesamt (Destatis) für 91 Prozent dieser Beeinträchtigungen verantwortlich. In nur einem Prozent der Fälle ist die schwere Behinderung angeboren. In drei Prozent gehen sie auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurück. Bei den übrigen vier Prozent liegen sonstige Ursachen vor.
Die BAG SELBSTHILFE sieht die Pläne der Bundesregierung, künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag verpflichtend eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen, mit großer Sorge. Aus Sicht der Patient*Innen führt die Regelung zu vermeidbaren Arztbesuchen, bindet wertvolle Ressourcen in den Praxen und verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage.
Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung bewerten das Pflegeneuordnungsgesetz als eine massive Zumutung für pflegende Angehörige. Sie kritisieren in der heutigen Verbändeanhörung, dass das vorgesehene Sparpaket Pflegebedürftige und ihre Familien übermäßig belastet und die häusliche Pflege weiter schwächt.
Wesentliche Teile der Reform beruhen auf Einsparungen – auf Kosten von Pflegebedürftigen und ihren Familien. „Dieses Gesetz ist eine massive Zumutung für pflegende Angehörige. Ihre ohnehin schon prekäre Situation wird durch das Pflegeneuordnungsgesetz deutlich verschlechtert und stellt einen Rückschritt dar“, kritisiert Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. im Namen der Fachverbände. Gerade für Eltern von Kindern mit Behinderung, die ihre Kinder oft über viele Jahrzehnte in der eigenen Häuslichkeit pflegen, sind die geplanten Kürzungen verheerend.
Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung sehen beim GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz deutlichen Nachbesserungsbedarf. Der Bundestag muss das morgen beginnende parlamentarische Verfahren nutzen, um drohende Versorgungslücken zu schließen.
Besonders kritisch sind die geplanten Änderungen bei den Hilfsmitteln. Ein Rollstuhl, ein Hörgerät oder ein Sprachcomputer sind für Menschen mit Behinderung unverzichtbar. Sie entscheiden darüber, ob eine Person mobil ist, sich verständigen, lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Die Fachverbände warnen deshalb davor, die Festbeträge auszuweiten und die Versorgung mit Hilfsmitteln damit stärker an pauschalen Preisgrenzen auszurichten. Das birgt die Gefahr, dass komplexe Versorgungsbedarfe unberücksichtigt bleiben und Betroffene häufiger um eine passende Versorgung streiten oder zusätzliche Kosten selbst tragen müssen.
Fachverbände warnen vor schlechter Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Behinderung
Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung sehen beim GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz deutlichen Nach-besserungsbedarf. Der Bundestag muss das morgen beginnende parlamentarische Verfahren nutzen, um drohende Versorgungslücken zu schließen.
Besonders kritisch sind die geplanten Änderungen bei den Hilfsmitteln. Ein Rollstuhl, ein Hörgerät oder ein Sprachcomputer sind für Menschen mit Behinderung unverzichtbar. Sie entscheiden darüber, ob eine Person mobil ist, sich verständigen, lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Die Fachverbände warnen deshalb davor, die Festbeträge auszuweiten und die Versorgung mit Hilfsmitteln damit stärker an pauschalen Preisgrenzen auszurichten. Das birgt die Gefahr, dass komplexe Versorgungsbedarfe unberücksichtigt bleiben und Betroffene häufiger um eine passende Versorgung streiten oder zusätzliche Kosten selbst tragen müssen.
Weiteren Nachbesserungsbedarf gibt es bei der Familienversicherung: Sie muss für Eltern behinderter Kinder auch beitragsfrei bleiben, wenn das Kind älter als 7 Jahre ist. Die Ausfallzeiten sind bei Familien mit behinderten Kindern aufgrund des länger bestehenden und aufwändigeren Pflege- und Unterstützungsbedarfs wesentlich länger als bei Kindern ohne Behinderung.
Schließlich sollte auch die Einnahmenseite der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt werden. Versicherungsfremde Leistungen müssen daher endlich aus Steuermitteln finanziert werden, ohne dass gleichzeitig der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds gekürzt wird. Die Beiträge überwiegend durch Einsparungen in der Versorgung und bei den Versicherten zu stabilisieren, ist zu kurz gedacht.
Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BeB.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) hat ihren aktuellen Kennzahlenvergleich zur Eingliederungshilfe veröffentlicht. Der Bericht für das Jahr 2024 zeigt erneut eine deutliche Dynamik bei Fallzahlen und Ausgaben – und unterstreicht den dringenden, auch gesetzgeberischen Handlungsbedarf auf Bundesebene.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss der 23 überörtlichen Träger der Sozialhilfe (SGB XII) und der Eingliederungshilfe (SGB IX), also die Kostenträger, denen wir die Kürzungsvorschläge auf Bundesebene gerade verdanken.
Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zeigt, dass sich die deutliche Mehrheit der Bevölkerung stärkere politische Investitionen in den Breiten- und Vereinssport wünscht. Anlass der Befragung war der bundesweite Trikottag am 13. Mai. Für die Erhebung hat die Marktforschungsagentur One8Y mehr als 2.000 Menschen befragt. 71 Prozent der Befragten sprachen sich für stärkere Investitionen in den Breiten- und Vereinssport aus. Mehr als 80 Prozent der Befragten bewerten Sportvereine als wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das demokratische Miteinander. Die rund 86.000 Sportvereine gelten demnach als zentrale Orte der Begegnung und Teilhabe. Fast 90 Prozent der Vereinsmitglieder geben an, dort Menschen unterschiedlicher sozialer Hintergründe zu treffen. Der DOSB betont damit die wichtige Rolle des Vereinssports für die Zivilgesellschaft und die Demokratie. Zugleich verweist die Umfrage auf große Herausforderungen: Sanierungsbedürftige Sportstätten, fehlende Investitionen und ein Rückgang des ehrenamtlichen Engagements machen es immer schwieriger, genügend Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Zwar engagieren sich im organisierten Sport weiterhin mehr als acht Millionen Menschen, insgesamt ist das freiwillige Engagement in der Gesellschaft jedoch rückläufig. So sank der Anteil der ehrenamtlich Engagierten zwischen 2014 und 2024 von 40 Prozent auf 36,7 Prozent. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hebt in einem Interview die Bedeutung von 29 Mio. Mitgliedschaften im Sport hervor und erklärt, warum Sportvereine unverzichtbar für unsere Gesellschaft sind.
Pressemitteilung DOSB
Nicht nur die Bundesvereinigung Lebenshilfe wehrt sich gegen Pläne von Bund, Ländern und Kommunen, weitreichende Kürzungen bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung vorzunehmen. Einer Bundestags-Petition von Ulla Schmidt gegen die bekannt gewordene Streichliste aus dem Kanzleramt haben sich kurz vor Ende der Zeichnungsfrist bereits mehr als 100.000 Menschen angeschlosssen.
Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Kinder und Jugendliche mit Behinderung: Sie bieten ihnen ein stabiles Zuhause und ermöglichen Teilhabe im Alltag. Gleichzeitig stehen viele Familien vor großen Herausforderungen. Um sie besser zu unterstützen, haben der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW (LAG FW NRW) neue landeseinheitliche Standards für die Beratung, Begleitung und Unterstützung von Pflegeverhältnissen in der Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Diese haben der LVR, LWL und die LAG FW NRW Ende April im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Köln Fachkräften und Trägern vorgestellt.Die neuen Leistungs-, Vergütungs- und Qualitätsstandards regeln erstmals einheitlich, wie Pflegefamilien begleitet werden, welche Leistungen sie erhalten und welche fachlichen Anforderungen gelten. Ziel ist es, die Beratung und Unterstützung stärker am individuellen Bedarf der Kinder auszurichten und gleichzeitig die Qualität dieser Leistung nachhaltig zu sichern.
Im Bereich der Pflegefamilien in der Eingliederungshilfe sind im Rheinland klare Zuständigkeiten geregelt: Der LVR steuert die Beratungs- und Unterstützungsleistungen über die Teilhabeplanung. Dabei wird der individuelle Unterstützungsbedarf ermittelt und die Umsetzung der Hilfen sichergestellt. Die Leistungen der Beratung und Unterstützung werden von freien Trägern erbracht. Rund 600 Kinder und Jugendliche mit Behinderung wachsen im Rheinland in Pflegefamilien auf.
Mit dem Angebot „LebensLinien 60+“ hat der Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen/Tübingen eine bundesweite Online-Krisenberatung für Menschen ab 60 Jahren eingerichtet. Die anonyme und kostenfreie Mailberatung richtet sich an ältere Menschen in Lebenskrisen, auch bei suizidalen Gedanken. Begleitet werden die Ratsuchenden von ehrenamtlichen Berater*innen in ähnlichem Lebensalter.
https://www.lebenslinien-60plus.de/
In der aktuellen Podcast-Folge sprechen drei selbsthilfeaktive Blogger*innen über ihre Erfahrungen mit ADHS – einer Diagnose, die sie alle erst im Erwachsenenalter erhalten haben. Sie tauschen sich darüber aus, wie es war, jahrelang mit Symptomen zu leben, ohne zu wissen, dass ADHS dahintersteckt. Sie berichten davon, wie sich durch die späte Diagnose vieles in ihrem Leben plötzlich in ein neues Licht gerückt hat – von Beziehungen über den Beruf bis hin zum eigenen Selbstbild. Außerdem diskutieren sie, dass ADHS oft als Superkraft bezeichnet wird, und wie sie zu dieser Aussage stehen.
https://akds.info/ADHS Podcast
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