Gesundheit
Seit Juli 2022 werden die Kosten für nicht-invasive Pränataltests (NIPT), die untersuchen, ob beim Fötus eine Wahrscheinlichkeit für Trisomie 13, 18 oder 21 vorliegt, von den Krankenkassen finanziert. Auch wenn eine entsprechende Indikation vorliegen muss, sind die Zahlen der Inanspruchnahme massiv gestiegen. Eine Gruppe Bundestagsabgeordneter fordert nun unter anderem ein Monitoring der Folgen der Kassenzulassung.
Der Evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) veröffentlicht mit „Schau doch meine Hände an“ eine neue App zur gebärdenunterstützten Kommunikation. Die Anwendung richtet sich an Menschen mit kognitiver und sprachlicher Beeinträchtigung und unterstützt sie dabei, ihre Kommunikation im Alltag niedrigschwellig und visuell zu gestalten.
Suizidpräventionsgesetz überfällig - Methodenrestriktion muss Suizidassistenz umfassen
Berlin, 29.01.2026. Der Deutsche Caritasverband e.V. ist alarmiert von den Entwicklungen der Suizidraten in Deutschland. Nach aktuellen Zahlen bleibt Suizid weiterhin die häufigste Todesursache bei jungen Menschen. Gleichzeitig nehmen Suizide von Menschen über 65 Jahren drama-tisch zu. Hier ist die Suizidrate seit 2020 um 30 Prozent angestiegen. In dieser Altersgruppe ist die Zahl der assistierten Suizide besonders hoch. Es sind hier vor allem Frauen, die Suizidassistenz in Anspruch nehmen.
Caritas fordert verlässliche Finanzierung von Schulsozialarbeit, psychosozialen Anlaufstellen und offener Jugendarbeit als Säulen eines zukunftsfähigen Bildungssystems
vom 20. bis 21.03.2026 führt der Verband Sonderpädagogik einen
Online-Bundesfachkongress zu dieser Thematik durch.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben während ihrer
Bildungsbiografie unterschiedliche Unterstützungsbedarfe, um am
gemeinsamen Leben und Lernen teilhaben und auf angemessene Vorkehrungen
zurückgreifen zu können. Sie benötigen multiprofessionelle und
interdisziplinäre Angebote, um Bildungsübergänge flexibel zu bewältigen
und Anschlüsse zu erreichen, ohne sich an Schnittstellen zu verletzen.
Dabei nehmen sowohl präventive Angebote als auch gelingende Interventionen
an allen Lernorten einen großen Stellenwert ein.
Das Risiko für einen Grauen Star steigt mit dem Alter an. Bei dieser Augenerkrankung trübt sich die Augenlinse allmählich ein. Mehr über Verlauf, Symptome und Vorbeugung lesen Sie hier:
https://akds.info/grauerstarüberblick
Die Dokumentation des zehnten Präventionsforums, das am 24. September 2025 in Berlin stattfand, ist nun online. Das Präventionsforum stand unter dem Motto „Gesund ins Alter – Gesund im Alter: Was braucht es dafür?“.
Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage, welche Rahmenbedingungen die Gesundheit älterer und hochaltriger Menschen erhalten und verbessern können. Über den folgenden Link gelangen Sie direkt zur Dokumentation:
https://akds.info/präventionsforum2025
Die neue Kampagne „Mach dich fit gegen Einsamkeit!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist gestartet. Im Netz und im Stadtbild macht sie darauf aufmerksam, wie verbreitet Einsamkeit ist – und wie wichtig es ist, dagegen aktiv zu werden. Die Kampagne sensibilisiert zum Thema und soll dazu beitragen, Gemeinschaft zu stärken – beginnend mit kleinen Gesten im Alltag.
Bundesfamilienministerin Karin Prien: „Einsamkeit ist eine Herausforderung, die alle angeht – und genau deshalb müssen wir ihr gemeinsam begegnen. Mit unserer Kampagne geben wir einen Impuls in die dunkle Jahreszeit: Mach dich fit gegen Einsamkeit! Wem es im Alltag gelingt, auf andere zuzugehen, bleibt verbunden und stärkt auch das eigene seelische Wohlbefinden. Einsamkeit ist ein Warnsignal – wir wollen verhindern, dass sie sich verfestigt und Menschen dauerhaft belastet. Schon kleine Gesten können zeigen: Du bist nicht allein. Damit stärken wir nicht nur einzelne Menschen, sondern den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt.“
Onlineveranstaltung der Patient*innenbeteiligung NRW am 21.01.2026
Für alle, die sich für das Thema Qualitätssicherung in Krankenhäusern interessieren und sich vielleicht mal mit der eigenen Fach- und Betroffenenexpertise einbringen möchten, gibt es am 21. Januar 2026 von 17 bis 19 Uhr eine Online Info-Veranstaltung.
https://akds.info/260121-patbeteiligung
Ethische Herausforderungen in der häuslichen und stationären Langzeitpflege
Wann: 22. Januar 2026 von 13 bis 17 Uhr
Wo: http://www.ethikrat.org/live
Zum Thema:
Der Deutsche Ethikrat erarbeitet derzeit eine Stellungnahme zu den ethischen Herausforderungen in der Langzeitpflege. Zur Vertiefung seines Verständnisses für die komplexen Problemlagen in den verschiedenen Bereichen der Langzeitpflege dient diese Anhörung, in der die Ratsmitglieder sowohl mit Betroffenen und Sachverständigen als auch mit Vertreterinnen und Vertretern von Einrichtungen und Verbänden über ihre Erfahrungen und Einsichten ins Gespräch kommen möchten.
Pflegende Angehörige finden schwierig dringend notwendigen Rehabilitations- oder Vorsorgemaßnahmen zu finden: sie sorgen sich, wer sich während der Maßnahme um die pflegebedürftige Person kümmert. Dieses Problem löst angeblich § 42b SGB XI. Die Vorschrift gibt Pflegebedürftigen einen Anspruch auf Mitaufnahme in dieselbe Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung, in der sich der pflegende Angehörige aufhält.
Infopapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW): https://akds.info/rehabegleitung
Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Newcastle University könnte ein zehnminütiges Training das Wachstum von Darmkrebs stoppen. Sie fanden heraus, dass selbst kurze körperliche Aktivitäten vor dem Fortschreiten der Krankheit schützen.
Dr. Sam Orange, Dozent für klinische Bewegungsphysiologie an der Newcastle University, der die Studie leitete, sagte: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bewegung nicht nur gesundem Gewebe zugute kommt, sondern auch ein für Krebszellen ungünstigeres Umfeld schaffen kann. Selbst ein einziges Training kann einen Unterschied machen. Eine einzige Trainingseinheit von nur zehn Minuten sendet starke Signale an den Körper.“
Genevieve Edwards, Geschäftsführerin der Wohltätigkeitsorganisation Bowel Cancer UK, stimmt den Ergebnissen zu: „Umfangreiche Forschungen zeigen, dass Menschen, die körperlich aktiver sind, ein geringeres Risiko für Darmkrebs und viele andere Krebsarten haben. Wir sollten mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche anstreben, zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen.“
The Times, London, 02.01.2026
In der Versorgung von Neugeborenen mit Fehlbildungen oder seltenen neurologischen Erkrankungen des Darms gibt es große Unterschiede. Die wenigen kleinen Patientinnen und Patienten werden an vielen Kliniken operiert – die meisten in Häusern, die die Eingriffe nur selten durchführen. Um die Qualität der Versorgung zu verbessern, will der Gemeinsame Bundesausschuss über Mindestmengen für diese Eingriffe beraten. Doch einige Bundesländer wehren sich gegen die Vorgaben aus Berlin. Lesen Sie im neuen „Blickpunkt Klinik“, was Erfahrung und Routine in Kliniken für die Kleinsten bedeuten, wie Betroffene auf das Thema schauen und wie Mindestmengen in der Praxis gehandhabt werden.
Der Newsletter der AOK mit Details zum Thema: https://www.aok.de/gp/krankenhaus/blickpunkt-klinik-newsletter
Das neue Jahr bietet eine Chance auf einen Neustart mit mehr Bewegung und gesünderer Ernährung. Doch zu oft verpufft der gute Vorsatz schnell wieder. Ein realistischer und nachhaltiger Neustart will deshalb gut geplant sein. Hier ist Ihr kompakter Guide, wie Sie fit ins neue Jahr starten, ohne sich selbst zu überfordern.
Ein Ziel realistisch ist besser als sich mit vielen Zielen gleichzeitig zu überfordern, schreibt uns die Barmer
https://akds.info/gutevorsätze
Der großflächige Stromausfall im Südwesten Berlins hat deutlich gemacht, wie sensibel und verwundbar unsere kritische Infrastruktur ist – insbesondere im Gesundheits- und Pflegesystem. Das Ereignis hat eindrücklich gezeigt, wie unzureichend Pflege- und Gesundheitseinrichtungen auf solche Extremereignisse vorbereitet sind. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert deshalb: Pflegefachpersonen müssen zentral in die Krisenvorsorge eingebunden werden.
Was der plötzliche Ausfall von Strom in den “besonderen Wohnformen” angerichtet hat, in denen Betreuung auf das vor allem wirtschaftlich unbedingt notwenige gekürzt ist, bleibt besorgniserregend. Eltern können sich wohl nur wenig darauf verlassen aus der Verantwortung entlassen zu sein.
Gülcan Miyanyedi von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation schreibt im Vorwort des aktuellen Reha-Infos über Voraussetzungen der gesellschaftlichen Teilhabe. Dabei stellt sie unter anderem fest “Gerade für Menschen mit Behinderungen ist verständliche Sprache ein zentraler Schlüssel zu gleichberechtigter Teilhabe. Viele amtliche Informationen, Anträge oder medizinische Unterlagen sind kompliziert formuliert – für viele Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten oder Sinnesbehinderungen kaum nutzbar. Für sie ist Einfache oder Leichte Sprache kein Zusatzangebot, sondern Voraussetzung, um ihr Recht auf Selbstbestimmung und Information wahrnehmen zu können.”
https://akds.info/reha-info-sprache
Zur Frage der medizinischen Qualität der Frühgeborenenversorgung äußert sich Wolf-Dietrich Trenner in einem Interview mit der Zeitschrift G+G des AOK-Bundesverbands. Hart geht er darin mit den Bundesländern ins Gericht, die mit einer Verfassungsklage auf dem Rücken der Betroffenen ihre Privilegien in der Gesundheitspolitik sichern wollen (ohne ihren Pflichten immer vollumfänglich nachzukommen!).
https://akds.info/fruehgeborenenversorgung
Einen neuen Höchststand hat die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland erreicht. Mit 72.800 Fällen stieg die Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen 2024 zum dritten Mal in Folge an, teilte das statistische Bundesamt (Destatis) heute mit. Binnen fünf Jahren erhöhten sich demnach die Fälle von Vernachlässigung, psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt um etwa ein Drittel. Insgesamt gingen die Jugendämter im vergangenen Jahr rund 240.000 Verdachtsmeldungen nach. Etwa jedes zweite von einer Kindeswohlgefährdung betroffene Kind war laut Destatis jünger als neun Jahre, jedes dritte sogar unter sechs Jahre. Im Schnitt lag das Alter bei 8,3 Jahren.
Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) warnt eindringlich vor den massiven Auswirkungen des für gestern geplanten Kabinettsbeschlusses zur Reform der Grundsicherung. Die vorgesehenen Änderungen gefährden zentrale Fortschritte bei sozialer Teilhabe, Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie psychischer Erkrankung.
Filzläuse machen sich durch starken Juckreiz bemerkbar, meist nachts. Übertragen werden sie vor allem (aber nicht nur!) beim Sex. An welchen Körperstellen sie leben und wie man die Läuse wieder loswird beschreiben gewohnt detailreich und fundiert die Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
https://www.gesundheitsinformation.de/filzlaeuse.html
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