Jobcoaches leichter finden – REHADAT startet zentrales Verzeichnis für berufliche Teilhabe
Seit dem 1. Oktober 2026 bietet REHADAT eine zentrale Übersicht über Jobcoaches am Arbeitsplatz. Menschen mit Behinderungen, Arbeitgeber und Beratungsstellen sollen so schneller qualifizierte Unterstützung finden. Zum Start sind Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen dabei.
Was ist neu?
REHADAT ist ein Informationsangebot des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V. und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus dem Ausgleichsfonds gefördert. Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es dort eine zentrale Übersicht über Jobcoaches am Arbeitsplatz. Sie enthält zunächst Jobcoaches aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen. Weitere Bundesländer sollen in den kommenden Monaten folgen.
Was macht ein Jobcoach?
Jobcoaching am Arbeitsplatz unterstützt Menschen mit Behinderungen direkt dort, wo sie arbeiten oder eine Ausbildung machen. Ziel ist es laut REHADAT, passgenaue Lösungen für den Arbeitsalltag zu entwickeln, die selbstständige Ausübung der Arbeit zu fördern und das Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren.
Gerade für Menschen mit Lernschwierigkeiten – zum Beispiel viele Menschen mit Down-Syndrom – kann diese Begleitung den Unterschied machen: beim Einarbeiten in neue Aufgaben, beim Strukturieren von Arbeitsabläufen oder bei der Verständigung im Team. Auch Arbeitgeber profitieren, weil sie eine kompetente Ansprechperson an ihrer Seite haben.
Für wen das Verzeichnis gedacht ist
Das Angebot richtet sich an alle Beteiligten der beruflichen Teilhabe:
- Menschen mit Behinderungen, die eine Arbeit oder Ausbildung aufnehmen oder sichern wollen,
- Arbeitgeber, die Beschäftigte mit Behinderungen gut einarbeiten und begleiten möchten,
- Beratungsstellen, die passende Unterstützung vermitteln.
Bisher war die Suche nach qualifizierten Jobcoaches oft mühsam. Eine zentrale Übersicht senkt diese Hürde.
Warum das wichtig ist
Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention garantiert das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit in einem offenen, integrativen und zugänglichen Arbeitsmarkt. In der Praxis scheitert der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt jedoch häufig nicht am Willen der Beteiligten, sondern an fehlender, passender Unterstützung. Jobcoaching ist ein Baustein, damit Inklusion im Betrieb gelingt – und damit Menschen mit Behinderungen nicht nur einen Arbeitsplatz finden, sondern ihn auch dauerhaft behalten.
Für Familien, die einen jungen Menschen beim Schritt ins Berufsleben begleiten, lohnt sich ein Blick in das neue Verzeichnis – ebenso für Schulen und Integrationsfachdienste, die Übergänge planen.
Ausblick
Bleibt zu hoffen, dass die angekündigte Ausweitung auf weitere Bundesländer zügig erfolgt, damit Menschen in ganz Deutschland gleichermaßen von dem Angebot profitieren können.
Weitere Informationen: https://www.google.com/url?q=https://www.rehadat.de/lexikon/Lex-Jobcoaching-am-Arbeitsplatz/&source=gmail&ust=1791352752483000&sa=E
Thema: Informationen | 15.10.2026 |