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08.11.2026

Medfakes, Gütesiegel und KI – woran man verlässliche Gesundheitsinformationen erkennt

Gefälschte Arztvideos, Gesundheitsratschläge aus dem Chatbot, eine Flut an Online-Angeboten: Die Stiftung Gesundheit greift in ihrem Stiftungsbrief vom November 2026 gleich mehrere Aspekte eines Themas auf, das für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien besonders wichtig ist – verlässliche Gesundheitsinformation.

stopmedfakes: Wenn falsche Gesundheitsinfos täuschend echt wirken

Bekannte Ärztinnen und Ärzte preisen scheinbar Wundermittel an – mit ihrem Gesicht und ihrer Stimme. Doch die Aufnahmen sind von Kriminellen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugt. Solche „Medfakes“ können nach Angaben der Stiftung Gesundheit Menschen aller Altersgruppen täuschen und zu falschen Gesundheitsentscheidungen verleiten, etwa dazu, bisherige Medikamente abzusetzen. Das kann lebensgefährlich werden. Die Stiftung informiert dazu in einem Talk und Podcast.

Gütesiegel jetzt auch für Gesundheitsvideos

Wer sich über Gesundheitsthemen informieren möchte, braucht verlässliche und verständlich aufbereitete Informationen. Die Stiftung Gesundheit zertifiziert bereits Print-Publikationen sowie Gesundheits- und Praxis-Websites – ab sofort auch Videos. Voraussetzung ist, dass die Inhalte fachlich fundiert, ausgewogen und nachvollziehbar aufbereitet sind. Das Gütesiegel soll diese Qualität auf einen Blick sichtbar machen.

KI: Vertrauen entsteht durch verlässliche Daten

Künstliche Intelligenz macht Wissen leichter zugänglich als je zuvor. Bei Gesundheitsthemen entsteht Vertrauen jedoch, so die Stiftung, nicht durch die überzeugendste Antwort, sondern durch verlässliche Daten und klare Grenzen. Wie das praktisch aussehen kann, zeigt die Stiftung am KI-Chatbot ihrer Arzt-Auskunft.

Was das für Menschen mit Behinderungen und Familien bedeutet

Familien von Menschen mit Down-Syndrom oder anderen Behinderungen suchen häufig nach Informationen zu Therapien, Medikamenten oder Fachpraxen. Gerade hier können falsche Heilsversprechen großen Schaden anrichten. Hilfreich ist, Informationen kritisch zu prüfen, auf nachvollziehbare Quellen und Qualitätssiegel zu achten und Behandlungsentscheidungen – etwa das Absetzen von Medikamenten – immer mit der behandelnden Praxis zu besprechen. Verständliche, gut aufbereitete Gesundheitsinformationen sind zudem ein Baustein barrierearmer Gesundheitsversorgung.

Quelle: Stiftungsbrief der Stiftung Gesundheit, Ausgabe November 2026, 4. November 2026, https://www.google.com/url?q=https://www.stiftung-gesundheit.de&source=gmail&ust=1793948280161000&sa=E

Thema: Informationen Gesundheit | 08.11.2026 |

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