Von der Kita in die Schule: Wie der Übergang für alle Kinder gelingen kann
Der Schritt von der Kita oder Kindertagespflege in die Schule ist für jedes Kind ein großer – für Kinder mit Behinderungen oft ein besonders holpriger. Der Deutsche Verein widmet dem Thema am 23. und 24. November 2026 eine Fachtagung in Weimar. Anmeldeschluss ist der 22. Oktober.
Ein Übergang, der zu oft vom Zufall abhängt
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge beschreibt ein bekanntes Problem: In der Praxis hängt das Gelingen des Übergangs nach wie vor stark von den Eltern und von einzelnen engagierten Personen in Kita und Schule ab. Zwar gibt es teilweise gesetzliche Regelungen, doch nicht in allen Bundesländern existieren strukturell abgesicherte Rahmenbedingungen für eine verbindliche, entwicklungsförderliche Übergangsgestaltung – insbesondere für Kinder mit Behinderungen oder mit Migrationshintergrund.
Viele Familien kennen das: Was in der Kita an Förderung, Wissen über das Kind und Vertrauen aufgebaut wurde, geht beim Wechsel teilweise verloren. Wer keine Zeit, Kraft oder Kenntnisse hat, um sich durch Zuständigkeiten zu kämpfen, hat es schwerer.
Teilhabedefizite verringern
Die Tagung nimmt ausdrücklich in den Blick, wie Teilhabedefizite von Kindern aus vulnerablen Gruppen verringert werden können – genannt werden Kinder mit Behinderungen, mit Flucht- oder Migrationshintergrund und Kinder in Armut. Auch verschiedene Bildungsansätze, verpflichtende Sprachstandstests, Sprachförderung und die Debatte um eine Vorschulpflicht sind Themen.
Die zentralen Fragen der Tagung
Wie kann eine gemeinsame Bildungs- und Entwicklungsdokumentation von Kita und Schule aussehen?
Wie gelingt für Kinder mit Behinderungen eine durchgängige Förderung ohne Unterbrechung beim Wechsel?
Wie lassen sich Kooperationsstrukturen zwischen Kitas und Grundschulen absichern und zukunftsfähig gestalten?
Ziel ist es, anhand guter Praxisbeispiele Gelingensbedingungen und Handlungserfordernisse zu identifizieren. Denn es gibt sie bereits: Übergangskonzepte, die von beiden Seiten getragen werden und die Bildungsorte kindorientiert verbinden.
Warum das wichtig ist
Die UN-Behindertenrechtskonvention garantiert das Recht auf inklusive Bildung. Ein guter Start in die Schule ist dafür eine Schlüsselstelle. Wenn Förderung, Therapien oder Assistenz beim Übergang abreißen, verlieren Kinder wertvolle Zeit – und Familien müssen oft von vorn beginnen. Verbindliche Strukturen statt Glück mit einzelnen Personen: Das wäre ein echter Fortschritt.
Für wen ist die Tagung?
Die Fachtagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Länderministerien, Jugendämtern, freien Trägern, Kita- und Schulträgern, Schulämtern, der Eingliederungshilfe und der Frühförderung, an Fachberatungen sowie an Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Verbänden. Wer in einem dieser Bereiche arbeitet, kann die Einladung auch gern an Kolleginnen und Kollegen weitergeben – laut Veranstalter sind nur noch wenige Plätze frei.
Eckdaten: 23. bis 24. November 2026, Weimar (Veranstaltungsnummer F 2374/26). Anmeldung bis 22. Oktober 2026.
Quelle/Anlass: Veranstaltungshinweis des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 15. Oktober 2026. Programm und Anmeldung: https://www.google.com/url?q=https://www.deutscher-verein.de/events/detail/den-uebergang-von-kindertageseinrichtungen-kindertagespflege-in-die-schule-kindorientiert-inklusiv-und-entwicklungsfoerderlich-gestalten/&source=gmail&ust=1792216712936000&sa=E
Thema: Informationen | 20.10.2026 |