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01.06.2026

Dynamische Kostenentwicklung erfordert bundespolitisches Handeln

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) hat ihren aktuellen Kennzahlenvergleich zur Eingliederungshilfe veröffentlicht. Der Bericht für das Jahr 2024 zeigt erneut eine deutliche Dynamik bei Fallzahlen und Ausgaben – und unterstreicht den dringenden, auch gesetzgeberischen Handlungsbedarf auf Bundesebene.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss der 23 überörtlichen Träger der Sozialhilfe (SGB XII) und der Eingliederungshilfe (SGB IX), also die Kostenträger, denen wir die Kürzungsvorschläge auf Bundesebene gerade verdanken.

Ein zentrales Ergebnis des Kennzahlenvergleichs ist die weiterhin steigende Ambulantisierung. Bundesweit liegt die Ambulantisierungsquote inzwischen bei 61,5 Prozent – das bedeutet: Fast zwei Drittel der leistungsberechtigten Menschen erhalten ihre Unterstützung außerhalb besonderer Wohnformen.

„Diese Entwicklung zeigt, dass immer mehr Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt in ihrem eigenen Wohnumfeld leben können. Die Ambulantisierung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und entspricht dem Ziel einer personenzentrierten Unterstützung“, betont Dirk Rist, Vorsitzender der BAGüS und LVR-Sozialdezernent.

Gleichzeitig wächst mit der Ambulantisierung auch die Komplexität der Unterstützung, da zunehmend Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf im eigenen Wohnumfeld begleitet werden.

Thema: Informationen Gesundheit Familie & Kind Wohnformen | 01.06.2026 |

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