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06.11.2026

Elektronische Patientenakte – neue Funktionen und eine Infoveranstaltung für Versicherte

Die elektronische Patientenakte (ePA) bekommt neue Funktionen, darunter Push-Benachrichtigungen und den elektronischen Medikationsplan. Die gematik lädt am 3. Dezember 2026 zu einer kostenfreien Online-Infoveranstaltung ein. Was bedeutet das für Menschen mit Behinderung und ihre Familien?

Neue Funktionen in der ePA-App

Seit dem 1. Juli erhalten die ePA-Apps der Krankenkassen schrittweise ein Update. Versicherte können nun einstellen, ob sie Push-Benachrichtigungen über Aktivitäten in ihrer Patientenakte erhalten möchten – etwa wenn nach einem Krankenhausaufenthalt der Entlassbrief hochgeladen wird oder eine neue Facharztpraxis auf die Akte zugreift. Laut gematik schafft das mehr Transparenz und Überblick über die eigenen Gesundheitsdaten.

Der elektronische Medikationsplan

In einem Erklärvideo zeigt die gematik, wie der elektronische Medikationsplan (eMP) hilft, Medikamente sicher abzustimmen und Informationen dort verfügbar zu machen, wo sie gebraucht werden. Ein weiteres Video schildert aus Sicht eines Oberarztes, wie die ePA in der Notaufnahme helfen kann, wichtige medizinische Daten sofort einzusehen.

Für Menschen, die mehrere Medikamente nehmen oder von verschiedenen Fachärztinnen und Fachärzten betreut werden – was bei vielen Menschen mit Down-Syndrom oder anderen Behinderungen der Fall ist –, kann ein vollständiger und aktueller Medikationsplan ein echter Sicherheitsgewinn sein.

Datenschutz: Fragen ernst nehmen

Die gematik weist darauf hin, dass es immer wieder Fragen zu Datenschutz und Datensicherheit gibt, und hat dazu einen Faktencheck veröffentlicht. Gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten ist es wichtig, dass Versicherte und ihre rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer gut informiert entscheiden können, welche Daten in der Akte stehen und wer darauf zugreifen darf.

Weitere Zahlen und Themen

- Organspende: 75 Prozent der Erklärungen zum Organspende-Register werden inzwischen per GesundheitsID eingereicht, insgesamt bisher etwa 300.000.
- TI-Atlas 2026: Die jährliche Studie zum Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen wertet Antworten von rund 5.000 Einrichtungen und 1.400 Versicherten aus.
- Informationsmaterial: Es gibt eine Infobroschüre, mehrsprachige Patienteninformationen und einen kostenfreien Flyer „Die elektronische Patientenakte in der Pflege“ für pflegende Angehörige.

Online-Infoveranstaltung am 3. Dezember

Unter dem Titel „gematik trifft Krankenversicherungen: Die elektronische Patientenakte für Versicherte“ informieren Fachleute der gematik, Vertreterinnen und Vertreter von Patientenorganisationen sowie Patientinnen und Patienten über den Stand der ePA. In Breakout-Sessions stellen Krankenversicherungen ihre Apps vor und erklären Anmeldung, Identifizierung, Push-Nachrichten und den Medikationsplan. Fragen können direkt gestellt werden.

Termin: Donnerstag, 3. Dezember 2026, 16:00 bis 17:45 Uhr, online, kostenfrei.

Barrierefreiheit mitdenken

Damit alle Versicherten von der ePA profitieren, müssen Apps und Informationen barrierefrei sein – auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Seh- oder Hörbehinderung. Das verlangt die UN-Behindertenrechtskonvention mit ihrem Recht auf gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsleistungen (Artikel 25) und Information (Artikel 9 und 21). Wer die Veranstaltung besucht, kann diese Fragen auch selbst ansprechen.

Mehr Informationen für Versicherte: https://www.google.com/url?q=https://www.gematik.de/versicherte&source=gmail&ust=1791525742857000&sa=E

Quelle: Newsletter „gematik Selbsthilfe 03/2026“ der gematik GmbH

Thema: Informationen Gesundheit Familie & Kind | 06.11.2026 |

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