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02.11.2026

Gemeinsam aus der Einsamkeit – neue Allianz und erster Deutscher Gemeinsamkeitspreis

Einsamkeit kann jeden Menschen treffen – in jeder Lebensphase. Zum Auftakt der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ ist eine bundesweite Allianz gegen Einsamkeit gestartet. Erstmals wurde außerdem ein Deutscher Gemeinsamkeitspreis ausgelobt. Ein Thema, das auch für Menschen mit Behinderung und ihre Familien wichtig ist.

Die Allianz gegen Einsamkeit

Bei der 5. Konferenz „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ am 22. Juni 2026 in Berlin startete die Allianz gegen Einsamkeit, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mehr als 100 Erstunterzeichnende – darunter Länder, Kommunen, Verbände und Wissenschaft – unterstützen sie. Ziel ist es, Aktivitäten gegen Einsamkeit breit in der Gesellschaft zu verankern, gute Angebote sichtbarer zu machen und neue Initiativen anzustoßen. Besonders gestärkt werden soll die Forschung zu Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen.

Bundesfamilienministerin Karin Prien betont, Einsamkeit könne Menschen in allen Lebensphasen treffen – mit weitreichenden Folgen für die Betroffenen und das Miteinander. Dr. Irina Volf vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, das das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) durchführt, beschreibt Einsamkeit als soziales, gesundheitliches und gesellschaftliches Thema, das übergreifend angegangen werden muss.

Aktionswoche und Preis

Die Aktionswoche fand vom 22. bis 28. Juni 2026 zum vierten Mal statt, unter dem Motto „Gemeinsam was bewegen“. Träger und Kommunen konnten eigene Aktionen eintragen und sich als Orte der Gemeinsamkeit präsentieren.

Der neue Deutsche Gemeinsamkeitspreis würdigt Projekte, Organisationen und Initiativen, die sich gegen Einsamkeit und für gelebtes Miteinander engagieren. Die Bewerbungsfrist endete am 16. August 2026.

Einsamkeit und Behinderung

Die Pressemitteilung nennt Menschen mit Behinderung nicht ausdrücklich. Dabei kennen viele von ihnen und ihre Angehörigen das Thema gut: Barrieren im Alltag, fehlende Assistenz, eingeschränkte Mobilität oder wenig inklusive Freizeitangebote können dazu führen, dass Kontakte fehlen. Auch pflegende Angehörige berichten häufig, dass ihnen kaum Zeit für eigene soziale Beziehungen bleibt.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt die volle Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (Artikel 19) und an Freizeit, Kultur und Sport (Artikel 30). Angebote gegen Einsamkeit sollten deshalb von Anfang an inklusiv gedacht werden: barrierefreie Treffpunkte, Informationen in Leichter Sprache, Assistenz bei Bedarf und Begegnungsräume, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen. Vereine, Selbsthilfegruppen und inklusive Freizeitangebote leisten hier bereits viel – und könnten von der Allianz und künftigen Preisrunden profitieren.

Mitmachen

Initiativen aus der Behindertenselbsthilfe können prüfen, ob sie sich bei der Allianz einbringen oder sich künftig für den Gemeinsamkeitspreis bewerben wollen, um ihre Arbeit sichtbar zu machen.

Weitere Informationen: https://www.google.com/url?q=https://kompetenznetz-einsamkeit.de&source=gmail&ust=1791525953927000&sa=E
Pressemitteilung: https://www.google.com/url?q=https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/pressemitteilungen/aktionswoche-gemeinsam-aus-der-einsamkeit-start-der-allianz-gegen-einsamkeit-erstmals-deutscher-gemeinsamkeitspreis-ausgelobt-290074&source=gmail&ust=1791525953927000&sa=E

Quelle: Pressemitteilung 25 des BMBFSFJ verteilt über den BMBFSFJ-Newsletter

Thema: Informationen Gesundheit Familie & Kind | 02.11.2026 |

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