Die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB) hat ein gemeinsames Positionspapier zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) verabschiedet. Ihr Urteil ist deutlich: In der vorliegenden Form sei der Gesetzentwurf abzulehnen. Stattdessen fordern die Beauftragten die vollständige und verbindliche „Inklusive Lösung“.
Krankenkassen sollen Hilfsmittelbereiche künftig wieder ausschreiben dürfen. rehaKIND und 19 weitere Verbände warnen in einem gemeinsamen Positionspapier: Für Kinder mit Behinderung und ihre Familien stehen Qualität, Wahlfreiheit und gewachsene Versorgungsstrukturen auf dem Spiel.
Mehr als 160 Aktionen zum Tag der Selbsthilfe, rund 50.000 Gruppen bundesweit – und trotzdem ist die Finanzierung der Selbsthilfekontaktstellen zunehmend unsicher. Die NAKOS zeigt, was Selbsthilfe leistet und was sie braucht.
Seit dem 1. Oktober 2026 bietet REHADAT eine zentrale Übersicht über Jobcoaches am Arbeitsplatz. Menschen mit Behinderungen, Arbeitgeber und Beratungsstellen sollen so schneller qualifizierte Unterstützung finden. Zum Start sind Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen dabei.
Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) will die Bundesregierung den Gemeinsamen Jahresbetrag für Entlastungsleistungen streichen. Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) warnt: Für Eltern, die ihre Kinder mit Behinderung oft über Jahrzehnte zu Hause pflegen, ist das ein enormer Rückschritt.
Fast 500.000 Erwachsene mit Behinderungen erhalten Assistenzleistungen der Eingliederungshilfe, immer mehr davon im eigenen Wohnumfeld. Der BAGüS-Kennzahlenvergleich 2026 zeigt Fortschritte bei der Teilhabe – und steigende Ausgaben, die die Träger mit Sorge sehen.
Vor 20 Jahren brachten junge Menschen mit Seheinschränkung ein Musical über 200 Jahre Blindenbildung auf die Bühne. Am 12. Oktober 2026 sendet das inklusive Radio Ohrfunk den Mitschnitt – ein Stück Kulturgeschichte der Selbstbestimmung.
IQWiG startet Angebote für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Familien
Verständliche Gesundheitsinformationen sind eine Voraussetzung für Selbstbestimmung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einem zweijährigen Erprobungsprojekt erste Materialien in Leichter Sprache und für Familien veröffentlicht – kostenlos zum Abrufen und Bestellen.
Zum Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober appellieren die Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie an Medien und Politik: Menschen mit psychischen Erkrankungen dürfen nicht zum Sündenbock der Sicherheitsdebatte werden. Geplante Registrierungen und eine aufgeweichte Schweigepflicht gefährden Grundrechte – und jahrelange Arbeit gegen Stigmatisierung.
Immer mehr Menschen mit Behinderung erhalten Ablehnungen bei der Eingliederungshilfe – oft mit fragwürdigen Begründungen. Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung raten: Ansprüche nicht vorschnell aufgeben. Eine neue, kostenfreie Praxishilfe zeigt, wie ein Widerspruch gelingt.
Morgens aus dem Bett, anziehen, frühstücken, los zur Schule – für viele Familien ist das jeden Tag eine kleine Herausforderung. Die „Sendung mit der Maus“ bietet jetzt eine eigene Kinder-Morning-Show an, die den Start in den Tag erleichtern soll.
Frauen ab 65 haben im Schnitt deutlich niedrigere Alterseinkünfte als Männer – aber wie groß ist die Lücke wirklich? Die „Unstatistik des Monats“ des RWI erklärt, warum zwei amtliche Zahlen gleichzeitig stimmen. Eine Lektion in Statistik, die auch für Familien und Verbände in der Behindertenhilfe nützlich ist.
Vom 7. bis 9. Dezember 2026 diskutiert der Deutsche Verein in Berlin, wie Menschen mit Behinderungen leichter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt kommen. Anmeldeschluss ist bereits am 13. Oktober 2026.
Was wissen wir eigentlich über den Nutzen einer Therapie – und was fehlt? Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bietet Verbänden der Selbsthilfe an, vorhandene sogenannte GAP-Analysen für ihr Themenfeld zu recherchieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Studien das untersuchen, was für Betroffene wirklich wichtig ist.
Das von der Bundesregierung beschlossene Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) schafft flexible Entlastungsleistungen ab. Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) sieht darin einen enormen Rückschritt – besonders für Eltern von Kindern mit Behinderung.
Mehr Verantwortung für Pflegefachpersonen, bessere Begleitung für Menschen mit chronischen Erkrankungen?
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Bosch Health Campus haben Vorschläge vorgelegt, welche Aufgaben Community Health Nurses in der Primärversorgung übernehmen könnten. Für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen könnte das eine niedrigschwellige, kontinuierliche Begleitung bedeuten.
Warum das Thema auch Familien mit Down-Syndrom betrifft
Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) feiert sein 40-jähriges Bestehen unter dem Motto „Wissen ist Widerstand“. Der September-Newsletter berichtet über gelockerte EU-Regeln für Gentechnik, über Patente auf genetische Ressourcen und über die „Märsche für das Leben“. Für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sind unabhängige Informationen zu Gentechnik und Fortpflanzungsmedizin besonders wichtig.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat einen neuen Präsidenten, Empfehlungen zur Gestaltung inklusiver Sozialräume und eine Stellungnahme zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe vorgelegt. Dazu kommen Hinweise auf Angebote, die für Familien von Menschen mit Behinderungen interessant sind – vom bvkm-Fachtag bis zu kostenlosen Europa-Tickets für 18-Jährige.
Warum Selbstbestimmung nicht verhandelbar ist
Geplante Kürzungen in der Eingliederungshilfe sorgen für Protest. Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen macht in seinem Newsletter deutlich: Persönliche Assistenz bedeutet Selbstbestimmung – und braucht jetzt die Solidarität aller.
Inklusives Theater mit Preis, ein Inklusionsfußballspiel zum World Cleanup Day und die Forderung, Inklusionspolitik konsequent fortzuführen: Der aktuelle Newsletter des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) zeigt, wie eng Engagement und Teilhabe zusammengehören – und wo Strukturen gerade wackeln.
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